Bernd B.
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Im allgemeinen bin ich nicht der große Verfasser von Rezessionen in puncto Quantität. Meist nur wenn ich besonders positiv beeindruckt war und dies dann auch gerne in Form einer Bewertung dem geneigten Leser als Empfehlung zu vermitteln.
Dies hat sich gestern nach meinem Einkauf bei der Firma Genz geändert der an Erfahrung an Dreistigkeit, Frechheit und Unseriösität nicht zu überbieten war.
Dazu nun im einzelnen. Wie jedes Jahr suchte ich bei den Weihnachtsgerichten etwas Angemessenes zumal sich die Schwiegermutter angemeldet hat. Habe mich dann für Ochsenbäckchen entschieden. Diese bestellte ich telefonisch beim Chef der Fleischerei Genz Hr. Klaus Genz. So wollte ich etwa 6 Bäckchen oder ca. 2000 g bestellen. Der Chef meinte, das er keinen Einfluss auf die Menge hätte, es sich um Tiefkühlware handeln würde und ich das ganze Paket abnehmen müsste. Er würde daran nichts machen und es nur „durchreichen“. Auf Grund der Nähe der Fleischerei und in der Hoffnung, das das Paket nicht zu groß werden wird willigte ich trotz innerer Bedenken ein. Kurz darauf rief Hr. Genz zurück und teilte mir den Kilopreis von 39.- € mit. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht den marktüblichen Preis kannte willigte ich mich den Gegebenheiten unterordnend zu.
So fuhr ich als zum vereinbarten Termin zur Fleischerei Genz um die wertvolle Ware abzuholen.
Hr. Genz legte mir daraufhin drei aufgetaute Pakete mit einer, vier und sechs Ochsenbäckchen vor und teilte mir einen Preis von 264.- € mit. Geschockt von der aufgerufenen Summen sagte ich, das die Menge mit knapp 7 Kilo für mich viel zu viel wäre und ich nur maximal 2 Kilo bräuchte und da ich die Bäckchen nicht verarbeiten wollte der aufgetaute Zustand für mich ein Nachteil wäre. So wollte Hr. Genz mir erklären, das die Bäckchen erst am frühen Morgen aus dem Frost geholt wurden. Jedoch tauen 7 Kilo nicht in ein paar Stunden vollständig auf. Fühlte mich da echt verarscht vor. Daraufhin ging Hr. Genz aus dem Raum und lies mich mit den Paketen alleine.
So wollte er wohl Druck aufbauen. Die Situation war so surreal und ich fühlte mich in dieser Situation sehr hilflos. Hr. Genz wurde nun zunehmend unfreundlich, knallte die Pakete aufeinander und forderte mich erneut auf die geforderte Summe zu zahlen. Daraufhin wiederholte ich meinen eigentlichen Wunsch und bat Ihn die einzelnen Pakete zu wiegen. Dies tat er dann mürrisch. So entschied ich mich letztlich für das Paket mit den vier Bäckchen die etwas ein Gewicht von 2,3 Kilo hatten. Er sagte o.k., gib mir 100 Euro. Darauf erwiderte ich das der Preis viel zu hoch wäre. Er überlegte und meinte dann 90 Euro. Um die unangenehme Sache abzuschließen zückte ich die Geldbörse und hatte 80 Euro in Scheinen und hätte die restlichen 10 Euro mit Münzen gezahlt. Dies lehnte Hr. Genz ab und reduzierte den Preis dann auf 80 Euro. Dabei meinte er, das er so was nicht mehr machen würde, sich meinen Namen merken würde und stellte wiederholt die mangelnde Verfügbarkeit der Ware in den Vordergrund. Um dieser zu höchst unangenehmen Situation endlich zu entgehen packte ich die Ware ein und verließ den Laden ohne eine Quittung oder Rechnung.
Nach weiterer Recherche musste ich feststellen, das der marktübliche Preis bei unter 30.- € /
Kilo liegt und ich dabei also viel zu viel bezahlt habe.
Danke Hr. Genz für diese Erfahrung. Diese Fleischerei werde ich in diesem Leben nicht mehr besuchen.